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Gedichte zur Hochzeit

Diese Sammlung an Gedichten eignet sich für jede Ansprache auf der Hochzeitsfeier sowie auf allen folgenden Hochzeitsjubiläen, die im großen oder kleinen Fest gefeiert werden.



Wilhelm Busch: Warnung vor der Ehe

Wilhelm Busch: Warnung vor der Ehe

Sie hat nichts und Du desgleichen,
dennoch wollt Ihr, wie ich sehe,
zu dem Band der heil'gen Ehe
Euch bereits die Hände reichen.

Kinder, seid Ihr denn bei Sinnen?
Überlegt Euch das Kapitel!
Ohne die gehör'gen Mittel
soll man keinen Krieg beginnen.

(Wilhelm Busch, 1832 - 1908)

Wolfgang Amadeus Mozart: Ein kleiner Rat

Wolfgang Amadeus Mozart: Ein kleiner Rat

Du wirst im Eh' stand viel erfahren,
was dir ein halbes Rätsel war;
bald wirst du aus Erfahrung wissen,
wie Eva einst hat handeln müssen,
dass sie hernach den Kain gebar.

Doch, Schwester, diese Eh'standspflichten
wirst du von Herzen gern verrichten,
denn glaube mir, sie sind nicht schwer.
Doch jede Sache hat zwo Seiten:
Der Eh'stand bringt zwar viele Freuden,
allein auch Kummer bringt er.

Drum, wenn dein Mann dir finstre Mienen,
die du nicht glaubest zu verdienen,
in seiner übeln Laune macht,
so denke, das ist Männergrille,
und sag: Herr, es gecheh' dein Wille
bei Tag, und meiner in der Nacht.

(Wolfgang Amadeus Mozart, 1756 - 1791, aus: den Gedichten an seine Schwester Nannerl)

Wilhelm Busch: Warum heiratet man

Wilhelm Busch: Warum heiratet man

Der eine tuts um die Dukaten,
der zweite um ein hübsch Gesicht,
der dritte darf nicht länger warten,
der vierte, weil Mama so spricht.
Der fünfte will sich einmal setzen,
der sechste ist nicht gern allein,
der siebte hofft, sich zu ergötzen,
der achte möcht auch einmal frein,
beim neunten sind es Mitleidstriebe,
doch ihr - ihr heiratet sicher
nur aus Liebe.

(Wilhelm Busch, 1832 - 1908)

Eduard Mörike: Einer Braut zum Abschied

Eduard Mörike: Einer Braut zum Abschied

Einer Braut zum Abschied
Hier, unterm Blick prophetischer Sterne,
weih ich dies Hochzeitsfest voraus:
Tief schaut die Muse in die Ferne
des bräutlichen Geschicks hinaus.

Wie golden wirkt die neue Schwelle
des Lebens jedem jungen Paar!
Doch weiß man, daß nicht stets so helle
der Mittag wie der Morgen war.

Heut aber seh ich schöne Tage
blühn in gedrängter Sternensaat,
entschieden liegt schon auf der Waage,
was dieses Paar vom Schicksal bat.

Hast, Liebchen, du der Jugend Blüte.
Anmut und Liebenswürdigkeit,
all deines Herzens lautere Güte
kühn deinem Einzigen geweiht:

läßt du der Heimat Friedensauen,
so manch ein lang gewohntes Glück,
um dir den eigenen Herd zu bauen,
halb wehmutsvoll, halb froh zurück:

Getrost! So darf ich laut es zeugen.
ein würdig Herz hast du gewählt:
selbst böser Neid bekennt mit Schweigen,
dass nichts zu deinem Glücke fehlt.

Denn Heiterkeit und holde Sitte,
wie Sommerluft, durchwehn dein Haus,
und, goldbeschuht, mit leisem Tritte
gehen Segensengel ein und aus.

Alle besten Wünsche zur Hochzeit


(Eduard Mörike, 1804 - 1875)

Wilhelm Busch: Liebe - sagt man schön und richtig

Wilhelm Busch: Liebe - sagt man schön und richtig

Liebe - sagt man schön und richtig -
ist ein Ding, was äußerst wichtig.
Nicht nur zieht man in Betracht,
was man selber damit macht,
nein, man ist in solchen Sachen
auch gespannt, was andere machen.

(Wilhelm Busch, 1832 - 1908)

Johann Wolfgang von Goethe: Ihr seid nun eins ihr beide

Johann Wolfgang von Goethe: Ihr seid nun eins ihr beide

Ihr seid nun eins, ihr beide,
und wir sind mit euch eins.
Trinkt auf der Freude Dauer
ein Glas des guten Weins!
Und bleibt zu allen Zeiten
einander zugekehrt
durch Streit und Zwietracht werde
nie euer Bund zerstört.

(Johann Wolfgang von Goethe, 1749 - 1832)

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